"Dafür halte man uns: für Diener Christi und Verwalter der Geheimnisse Gottes."
(Der Apostel Paulus an die Christen in Korinth, Die Bibel, 1. Korintherbrief, Kapitel 4 Vers 1)
Artikelübersicht > Die Botschaft des Hiob
Das Buch Hiob ist ein Buch über die Größe Gottes und über die Menschen. Ich gebe hier nur ein paar wenige Ausschnitte der sehr lesenswerten Geschichte Hiobs wieder:
Das Buch Hiob, Kapitel 1 Vers 1:
Im Land Uz lebte ein Mann namens Hiob, der rechtschaffen und aufrichtig war. Weil er Ehrfurcht vor Gott hatte, hütete er sich davor, Böses zu tun.
Verse 6-12:
Eines Tages versammelten sich die Engel im Himmel und traten vor den Herrn, unter ihnen auch der Satan. "Woher kommst du?" fragte ihn der Herr. "Ich habe die Erde durchstreift", gab dieser zur Antwort. Der Herr erwiderte: "Dann ist dir sicher auch mein Diener Hiob aufgefallen. Ich kenne keinen zweiten auf der Erde, der so rechtschaffen und aufrichtig ist wie er, der mich achtet und sich nichts zuschulden kommen läßt." "Überrascht dich das?" fragte der Satan. "Er tut's doch nicht umsonst! Du hast ihn, seine Familie und seinen ganzen Besitz stets bewahrt. Seine Arbeit war erfolgreich, und seine Herden haben sich gewaltig vermehrt. Aber - versuch es doch einmal und laß ihn Hab und Gut verlieren, dann wird er dich ganz sicher vor allen Leuten verfluchen." "Gut", sagte der Herr, "mach mit seinem Besitz, was du willst, nur ihn selbst taste nicht an!" So verließ der Satan den Herrn und die Engel.
[Hiob, verliert seinen ganzen Besitz, seine Kinder und seine Gesundheit]
Kapitel 2 Verse 9-10:
"Na, immer noch fromm?" wollte seine Frau wissen. "Mach doch Schluß mit Gott und stirb!" Aber Hiob sagte nur: "Was du sagst, ist gottlos und dumm! Das Gute haben wir von Gott angenommen, sollten wir dann nicht auch das Unheil annehmen?" Selbst jetzt kam kein bitteres Wort gegen Gott über Hiobs Lippen.
Verse 11-13 und Kapitel 3 Vers 1:
Hiob hatte drei Freunde: Elifas aus Teman, Bildad aus Schuach und Zofar aus Naama. Als sie von dem Unglück hörten, das über ihn hereingebrochen war, vereinbarten sie, Hiob zu besuchen. Sie wollten ihm ihr Mitgefühl zeigen und ihn trösten. Schon von weitem sahen sie ihn, aber sie erkannten ihn kaum wieder. Da brachen sie in Tränen aus, sie zerrissen ihre Kleider, schleuderten Staub in die Luft und streuten ihn sich auf den Kopf. Dann setzten sie sich zu Hiob auf den Boden. Sieben Tage und sieben Nächte saßen sie da, ohne ein Wort zu sagen, denn sie spürten, wie tief Hiobs Schmerz war. Dann erst begann Hiob zu sprechen. Er verfluchte den Tag seiner Geburt
[Es folgen viele, viele Reden. Die Freunde wollen Hiob bewegen, seine Schuld einzugestehen. Hiob versinkt in Verzweiflung. Er fordert Gott heraus und besteht darauf, dass er nichts falsch gemacht hat.]
Kapitel 34 Verse 5-8:
Der Freund Elihu fasst Hiobs Position zusammen:
Denn Hiob behauptet: 'Ich bin unschuldig, und doch verweigert Gott mir mein Recht! Obwohl ich recht habe, werde ich als Lügner hingestellt; trotz meiner Unschuld hat mich sein tödlicher Pfeil getroffen!' Schaut euch Hiob an, wie er sich im Spott gefällt, wie er mit den Übeltätern Freundschaft schließt und sich mit gottlosen Menschen einläßt! Denn Hiob behauptet: 'Es nützt gar nichts, wenn ein Mensch versucht, Gott zu gefallen!'
Kapitel 38 Verse 1-4:
Dann aber redete Gott mit Hiob. Er antwortete ihm aus dem Sturm: "Wer bist du, daß du meine Weisheit anzweifelst mit Worten ohne Verstand? Tritt mir gegenüber wie ein Mann, und gib mir Antwort auf meine Fragen! Wo warst du, als ich das Fundament der Erde legte? Sag es doch, wenn du so viel weißt!
Kapitel 40 Verse 1-8 Gott antwortet ein zweites Mal:
Der Herr fragte Hiob: "Willst du weiter mit mir streiten, mich, den Allmächtigen, immer noch tadeln? Du hast mich angeklagt, nun steh mir Rede und Antwort!" Darauf antwortete Hiob nur: "Herr, ich bin zu gering, ich kann dir nichts erwidern; darum lege ich jetzt die Hand auf den Mund. Einmal habe ich geredet und dann noch einmal - aber ich will es nicht wieder tun; ich habe schon zuviel gesagt!" Da sprach Gott zu Hiob aus dem Sturm: "Tritt mir gegenüber wie ein Mann, und antworte auf meine Fragen! Willst du mein Urteil widerlegen und mich schuldig sprechen, nur damit du Recht behältst?
[Gott offenbart Hiob seine Macht.]
Kapitel 42 Verse 1-10 Hiobs letzte Rede und Gottes Handeln:
Da antwortete Hiob: "Herr, ich erkenne, daß du alles zu tun vermagst; nichts und niemand kann deinen Plan vereiteln. Du hast gefragt: 'Wer bist du, daß du meine Weisheit anzweifelst mit Worten ohne Verstand?' Ja, es ist wahr: Ich habe von Dingen geredet, die ich nicht begreife, sie sind zu hoch für mich und übersteigen meinen Verstand. Du hast gesagt: 'Hör mir zu, jetzt rede ich, ich will dich fragen, und du sollst mir antworten!' Herr, ich kannte dich nur vom Hörensagen, jetzt aber habe ich dich mit eigenen Augen gesehen! Darum widerrufe ich meine Worte, ich bereue in Staub und Asche!"
Nachdem der Herr dies alles zu Hiob gesagt hatte, wandte er sich an Elifas aus Teman: "Ich bin voller Zorn über dich und deine beiden Freunde, ihr habt nicht die Wahrheit über mich gesagt, so wie mein Diener Hiob es tat! Bringt nun sieben junge Stiere und sieben Schafböcke, geht damit zu meinem Diener Hiob und bringt sie als Brandopfer dar! Hiob soll für euch beten, denn nur ihn will ich erhören und euch um seinetwillen nichts Böses tun. Denn ihr habt nicht wie er die Wahrheit über mich gesagt." Da taten Elifas aus Teman, Bildad aus Schuach und Zofar aus Naama, was ihnen der Herr befohlen hatte.
Und Gott erhörte Hiobs Gebet. Als Hiob für seine Freunde betete, da wendete der Herr für ihn alles zum Guten. Er gab ihm doppelt so viel, wie er früher besessen hatte.